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Mitglieder

Von Links nach Rechts: Leo Hebbelmann, Jens Buss-Strotmann, Marek Schütte, Sebastian Oehm, Severin Sieber.


Unser Projekt

Für die Umwelt entstehen durch die Entsorgung von Medikamentenresten zunehmend Probleme, was von den Medien und der Öffentlichkeit bisher leider nur wenig beachtet wurde. Die Medikamentenrückstände, die durch das Wegkippen von Medikamenten oder durch Exkremente ins Abwasser gelangen, können von den Kläranlagen leider nicht gefiltert werden. Doch führen die für uns Menschen so hilfreichen Mittel bei Fischen und Wasserpflanzen zu schwerwiegenden Schäden; z.B. führt die Anti-Baby Pille in zu hoher Konzentration dazu, dass männliche Fische "verweiblichen" und weibliche Hormone produzieren. Da es gegen solche und andere Schäden noch keine Vorkehrungen gibt, setzten wir uns das Ziel, eine Vorrichtung zu entwickeln, mit der man die Medikamente aus dem Abwasser filtern kann. Als geeignetes Mittel dafür erschien uns die Eimembran, da diese als biologisches Mittel keine weiteren Schadstoffe produziert.

Wir untersuchten, um uns mit Membranen vertraut zu machen, erst einmal die Funktionsweise der Zellmembran. Danach widmeten wir uns der Osmose und Tieren mit Salzdrüsen. Zur Osmose führten wir zahlreiche Versuche durch, wie z. B. der Osmose an roten Blutkörperchen von Schweineblut oder der Plasmolyse an roten Zwiebelzellen. Alle diese Versuche waren eine Vorbereitung auf die Arbeit mit der Eimembran.

Skizze der von uns verwendeten Filtrationsapparatur.

Um an die Eimembran zu gelangen, zersetzten wir die Kalkschale von rohen Eiern mithilfe von 25%-tiger Salzsäure. Danach stachen wir die Eier auf und spülten das Eiinnere heraus. Die fertige Eimembran konservierten wir, wenn wir sie nicht am selben Tag verwendeten, in Alkohol.

Um die von uns untersuchten Stoffe zu filtern, entwarfen wir eine Filtrationsapparatur, mit deren Hilfe wir Flüssigkeiten durch die Eimembran pumpen konnten. Dabei war die größte Schwierigkeit, zu gewährleisten, dass die Lösungen tatsächlich durch die Eimembran und nicht darum herum gepumpt wurden. Die konnten wir schließlich mit einigen Dichtungsringen, Folie und einem Gewicht erreichen. Die genaue Anordnung ist in der nebenstehenden Skizze zu erkennen.

Wir filterten Wasser, das wir mit Salicylsäure versetzt hatten, durch unsere Filtrationsapparatur. Wir verglichen mit dem Fotometer den Salicylsäuregehalt vor und nach der Filtration. So konnten wir feststellen, dass die Eimembran Salicylsäure filtert. Um sicherzugehen, dass es sich bei unserem Ergebnis nicht um einem Messfehler handelt, führten wir eine Testreihe durch. Das Ergebnis ist in der nebenstehenden Abbildung zu erkennen.

Graphik zur Testreihe.

Aus unserer Testreihe schlossen wir, dass die Eimembran zu einem gewissen Grad größere Moleküle wie die von Medikamenten filtert.


Wettbewerb

Regionalwettbewerb
Mit dem Projekt gewannen wir beim Regionalwettbewerb "Schüler Experimentieren" in Lingen den 1. Platz in der Kategorie Chemie. Einen genauen Bericht liefert die Berichterstattung zum Wettbewerb.
Landeswettbewerb
Auch die Juroren vom Landeswettbewerb in Oldenburg waren von unserer Arbeit überzeugt. Sie verliehen uns den zweiten Platz in der Kategorie Chemie. Zusätzlich erhielten wir den Sonderpreis für Umwelttechnik und Naturschutz der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Näheres Berichtet der Artikel der Meppener Tagespost .


Kontakt

Name: Sebastian Oehm
Adresse: Rembrandstr. Nr. 3
E-Mail: quinque.elementa@hotmail.de
Ort: 49716 Meppen



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